Buchpräsentation „Protestanten unterwegs nach Jerusalem in der Frühen Neuzeit“
21.05.26
Am Donnerstag, 21. Mai 2026, fand im Christian-Wolff-Haus in Halle die Präsentation des neuen Bandes in der Schriftenreihe der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung statt, „Peregrinatio Protestantica. Protestanten unterwegs nach Jerusalem in der Frühen Neuzeit.“ Der Herausgeber des Aufsatzbandes, Hartmut Kühne, konnte sich über reges Interesse an der Veranstaltung freuen, die vom Stadtmuseum Halle, dem Verein für hallische Stadtgeschichte und der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung gemeinsam ausgerichtet wurde. Neben der inhaltlichen Vorstellung des Bandes durch den Herausgeber gab Axel Noack, ehemaliger Bischof der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen, einen Überblick über die Lebensgeschichte des Hallensers Wolfgang Holtzwirths, des ersten protestantischen Jerusalempilgers. In seinem Grußwort als Vertreter des Vereins für hallische Stadtgeschichte betonte Klaus Krüger, welche Bedeutung diese Buchpräsentation und vergleichbare Veranstaltungen als „Momente der Verdichtung“ für die Wissenschaft haben, wenn monatelange wissenschaftliche Arbeit sichtbar wird und sich der öffentlichen Kritik ausliefert, gerade in einer Zeit, in der die Freiheit der Wissenschaft von verschiedenen Seiten zunehmend in Frage gestellt wird.
Bei einem anschließenden kleinen Empfang konnten die interessierten Anwesenden mit den Autoren und Autorinnen des Bandes ins Gespräch kommen und den Eintrag Wolfgang Holtzwirths im sog. Läuteregister der Marktkirche in Augenschein nehmen, in dem festgehalten wurde, wessen Tod die Kirchenglocken an welchem Datum verkündeten. Den Codex, der in der Marienbibliothek Halle aufbewahrt wird, hatte deren Leiterin Anke Fiebiger zu diesem Zweck mitgebracht.
Einige Eindrücke des Abends finden Sie hier:




