Seine Wirkungsstätten

Nordhausen ist für Friedrich Christian Lesser außer während seines Studiums in Halle und Leipzig Mittelpunkt seiner Unternehmungen. Alle Fäden seiner europaweiten Kontakte laufen hier zusammen. Hier ist seine Heimat - hier ist er Pfarrer, Autor, Sammler und Familienvater. Lesser bekleidet 25 Jahre lang das Pfarramt an der Kirche "St. Mariae virginis in monte", der Frauenbergkirche.

Zusätzlich ist er 16 Jahre lang Pfarrer der Hospitalkirche St. Martini und verwaltet für 19 Jahre das Waisenhaus. Die letzten 13 Jahre seines Lebens steht er im Dienst der Neustädter Gemeinde in Nordhausen. Dort obliegt ihm die schwierige Aufgabe, den Neubau der baufälligen Jacobikirche zu organisieren und für die finanzielle Sicherung der Baumaßnahme zu sorgen.

Der notwendig gewordene Abriss des 450 Jahre alten Gotteshauses und der mühselige Wiederaufbau durch die kleine Neustädter Gemeinde ist mit unzähligen Schwierigkeiten verbunden. Der gelungene Neubau der Kirche im barocken "Zopfstil" und die Einweihung am 13. Oktober 1749, in schwerer Notzeit, sind faktisch seinem selbstlosen Einsatz zu verdanken. Stätte seines unermüdlichen Wirkens ist das Pfarrhaus von St. Jacobi, in dem er bis zu seinem Tode lebt.