Numismatiker

Friedrich Christian Lesser beginnt Mitte der 30er Jahre des 18. Jh. sein literarisches Schaffen auf dem Gebiet der Münzkunde. Zwei entscheidende Aspekte sind ihm dabei dienlich:

Der eine Aspekt besteht in seiner umfassenden Sammeltätigkeit. So sind auch Münzen und Medaillen Bestandteil seines „Naturalien= und Kunst=Cabinets’“, das er 1748 eindrucksvoll im „Hamburgischen Magazin“ vorstellt.

Der zweite Aspekt, der die Entstehung seiner numismatischen Schriften begünstigt, ist seine Bekanntschaft mit führenden Numismatikern seiner Zeit und der mit ihnen gepflegte, rege Schriftwechsel. Die meisten dieser Personen scheint Friedrich Christian während seines Studiums in Halle bzw. durch seine Verbundenheit mit der „Academia Fridericiana Halensis“ kennen und schätzen gelernt zu haben.

Er korrespondiert u.a. mit dem Halleschen Universitätskanzler Johann Peter von Ludewig und dem fürstlich-sächsischen Münzeisenschneider und Hofmedailleur Christian Wermuth, sowie Johann Christoph Orlearius.

1734 veröffentlicht Friedrich Christian Lesser mit seinem Beitrag „Historische Nachricht von Nordhäusischen Bracteaten oder Blechmünzen“ seine ersten Forschungsergebnisse. Diese Veröffentlichung ist der Auftakt zu einer ganzen Reihe. 1737 widmet er eine Arbeit den schwarzburgischen Münzen, in den Jahren 1739 und 1746 publiziert Lesser weitere Bücher zur Numismatik.