Urkunden

1728: Kaiser Adolf Erwerb der Landgrafschaft Thüringen 1305 und Landgraf Friedrich vergleicht sich 1310 durch sechs Schiedsrichter in dem Streit mit Nordhausen

1741 Schreiben Kaiser Maximilian II. an Paul Eber
Dieses Schreiben ist die Antwort auf ein Schreiben Ebers, der einen zweiteiligen Psalter 1564 bzw. 1565 hat drucken lassen. Lesser schreibt, er habe diesen Psalter zur Hand, er dürfte also nicht zu seinem Buchbestand gehört haben. Die Qualität dieses Buches schätzt er mit „billig unter die splendidesten zehlen kan, die man damals gedrucket hat“ ein.

1741: Zwei Schreiben den Übergang Herzog Anton Ulrich v. Braunschweig zum Katholizismus betreffend (62)

1745: Artikel der Inquisition zu denen C.E. Triller vernommen werden sollte (95)
Abdruck der Artikel ohne Kommentar und Verfasserzusatz. Lesser hatte 1711 von Herrn Johann Georg Triller aus Saalfeld das Recht auf einen Platz auf Trillerschen Freitisch in Leipzig erhalten. Gemeint ist hier aber Caspar Ernst Triller, der 1695 zum Rektor der Klosterschule Ilfeld bestellt wurde, aber vier Jahre später aus theologischen Gründen entlassen wurde und Konrektor in Schleswig wurde, wo er 1717 starb {Jöcher}.

1745: Fragmente einer Schrift über Tolle und Triller (96)
Lateinischer Abdruck mit deutscher Anmerkung: Mag. Wilhelm Tolle folgte 1701 Triller als Rektor in Ilfeld. Er mußte seine Stelle aber bald räumen.

1750: Heinrich Friedrich Avemanns Beschreibung der Burggrafen von Kirchberg (139a)
Lesser entschuldigt sich, dass es ihm wegen seiner Dienstgeschäfte und seines weitläufigen Briefwechsels nicht möglich ist, in den von ihm gewünschten Umfang der Zeitschrift "„Gesammelter Briefwechsel der Gelehrten“ solche Briefe mitzuteilen. Um seine generelle Kooperationsbereitschaft zu zeigen teilt er eine bislang ungedruckte Urkunde mit. Sie ist ein Zusatz zu Heinrich Friedrich Avemanns Beschreibung der Burggrafen von Kirchberg. (S. 285f. falsch paginiert, daher fehlend). Darin wird belegt, daß der Papst 1503 allein aus dem Ablaßhandel in Nordhausen 1.022 fl. verdient hat.
Lesser verweist auf die von ihm Avemann mitgeteilten 11 Urkunden (S. 209ff.). Avemanns Buch erschien 1747, weitere Angaben zum Autor ließen sich nicht ermitteln.

1750: Pröbste von Ilfeld (140)
Lesser nennt Leuckfeld seinen lieben Freund. Zu dessen 1709 herausgegebener Chronik des Klosters Ilfeld hat Lesser einige weitere Urkunden gefunden. Darunter ein Manuskript, dass Neander an den Konsistorialrat in Wolfenbüttel Heinrich Petreus geschickt hat: Berichte vom Kloster Ilfeld, von Anfang und Erbauung desselben ... auf 15 Bogen. Lesser bringt einen Leuckfeld unbekannten Abt Fromhold 1255 als Zeugen eines Waldverkaufes bei Appenrode für 40 Mark an die Klöster Frauenberg und Bischofferode. Für 1338 kann er einen weiteren Abt Ludwig nachweisen.

1750: Nachricht von den fehlenden Blättern der Briefe Heinrich v. Ranzaus (138)
In den Hamburger Berichten von gelehrten Sachen 1750 fragt Lesser auf S. 35 die Leser nach den Titelblättern eine Handschrift über die Familie v. Ranzau. Schon in der Ausgabe vom 13. Februar können die Herausgeber den vollständigen Titel veröffentlichen (S. 89f.).

1750: Ranzau’sche Historie (139)
Seine Anfrage (138) wird durch Pfarrer Heinrich Wilhelm Niemeier aus Eichenbarleben beantwortet. Niemeier ist durch 40 Luther-Briefe in der Walchschen Sammlung bekannt geworden. Er findet sich nicht in der Korrespondentenliste von Lesser. Das Interesse an diesem holsteinischen Thema ist nicht durch seinen Bruder Johann Gottlieb bestimmt, sondern sein Sohn Johann Philipp Friedrich war bei der Familie v. Ranzau Hauslehrer, wohl durch Empfehlung seines Bruders (siehe 155).