Andere historische Veröffentlichungen

1745: Justizrat Benemann und seine geplante Geschichte der Gärten (89)
Lesser berichtet in 17 Zeilen in der Altonaischen gelehrten Zeitung 1745, daß der Dresdner Hof- und Justizrat Benemann eine Geschichte der Gärten aus aller Welt veröffentlichen wollte. Geplant war diese mit den Gärten der Römer beginnen zu lassen, alte und neue Gärtner verschiedener Länder zu beschreiben bis schließlich zu den Gärte von Gelehrten. Er bedauert die durch den frühen Tod des Autor verhinderte Herausgabe dieses Buches.

1749: Märchen von Kaiser Barbarossa auf dem Kyffhäuser (123)
In den Altonaischen Zeitung des gleichen Jahres auf S. 420 wird der fünfte Betrüger erwähnt, der sich als Kaiser Barbarossa ausgegeben hat. Dieser Mann lebte 1546 in dem verfallenen Schloß Kyffhäuser. Weil der Pöbel die Mär von dem schlafenden Kaiser glaubte, meinte man diesen in diesem Betrüger erkannt zu haben. Dieses Märchen ist schon im 15. Jahrhundert durch Theodor Engelhusius durch dessen Chronik auf S. 248 bekannt gemacht worden. Pfarrer prim. Johann Tölke aus Kelbra hörte von alten Leuten, dass früher auf dem Kyffhäuser eine Kupfer- und Silbermine bestand, die Kaiser Friedrich hieß. Der oben genannte Betrüger ist aber weniger ein Betrüger, als ein wahnsinniger Schneider und Wiedertäufer. Dieser hat sein Haar mit Leimwasser wie Filz geflochter (Rasta-Locken) und sich seiner Königreiche gerühmt

1750: Flämische Rechte (135)
Das Buch ist Anton Friedrich v. Beulwitz, Erbherr auf Rottleben, gewidmet.
Herkommen wird behauptet von dem römischen Wort flamines für Priester, aber kein weiß, ob die Römer so weit nördlich gewesen sind. Mag. Hoffmann aus Frankenhausen vermutet eine Herkunft vom Femerecht, dies waren aber peinliche Halsgerichte, während Lesser dies von dem Flamen herleitet, die in dieser Gegend ab der Mitte des 12. Jahrhunderts von Herzog Heinrich den Löwen hier angesiedelt wurden.
Die Rezension gibt auf knapp zwei Seiten eine Inhaltsangabe der flämischen Rechte in der Umgebung der Stadt Evringen(!), statt Heringen. Eine knappe Seite wird über die Schrift von Lessers Sohn Johann Philipp Friedrich mit 24 S. zum Tod der Marie Volborth berichtet.

1751: Fortsetzung der Flämischen Rechte (142)

1750: Die Wappenkunst der Gelehrten (137)
Lesser führt verschiedene Veröffentlichungen zu den Wappen von Gelehrten und von Universitäten bzw. Fakultäten auf, aber es fehlt ihm dies „in einer ordentlichen Lehrart vorgetragen“ (S. 658). „Weil aber bis daher meines Wissens solches noch nicht geschehen; so habe ich mich dieser Arbeit unterzogen (S. 659). Hierbei hat er u.a. die Wappen seiner Briefpartner auf deren Siegeln ausgewertet. Als Pfarrer sollte er sich trotz seiner Amtsgeschäfte dieser Arbeit widmen dürfen, denn bereits Dr. Philipp Jacob Spener, Berlin, und Mag. Caspar Bussing haben sich mit Wappen beschäftigt. „Mir genüget inzwischen, in dieser Sache die Bahn gebrochen zu haben“. Da er andere Gelehrte bittet, ihm Ergänzungen mitzuteilen, ist diese Werk wohl noch nicht gedruckt worden, es ist auch nicht nachzuweisen. Im Gegensatz zu Adligen erhalten Gelehrte ihre Wappen von Hofpfalzgrafen oder entwerfen sie selber. Er gibt den Inhalt der 13 Artikel seines Buches an. Dieses wurde aber nie gedruckt.