
Das Gebäude hatte 1804 die Hausnummer 517 und ab 1824 die Hausnummer 452.
1871/72 wird das Hauptgebäude umgebaut, wobei die Straßenfassade des Fachwerkhauses durch eine neue im Stil des Historismus ersetzt wird.
Diese Gebäude war das erste in diesem Quartier, das in den Jahren 1993/94 saniert wurde. Hierzu mußten im Hof verschiedene baufällige Gebäude abgerissen werden, um die vorhandene, enge Bebauung durch mehr Luft und Sonne wohnlich zu gestalten. Das großzügige Treppenhaus, das teilweise noch vorhandene historische Parkett, der Wandschmuck und die Zierfassade aus dem Ende des 19. Jahrhunderts belegen den großbürgerlichen Charakter dieses Hauses.
Die teilweise mangelhafte Sanierung der Handwerker und Fehler des bauleitenden Architekten Graf erzwangen eine erneute Fassaden- und Fenstersanierung im Jahr 2003.
1802: Heinrich Carl Spangenberg, „Brennereiberechtigter“ (=Kornbrenner) in Nordhausen, lt.Zuschreiben von seiner Mutter Anna Marie Spangenberg, geb. Kranert für 2.000 Taler
1804: S. Mylius
1826: Johann Friedrich Spangenberg, Kornbrennereibesitzer in Nordhausen, testamentarischer Erbe (1824) seines Bruders
1853 Hermann Spangenberg, Ökonom, lt. Testament seines Vaters Johann Friedrich Spangenberg vom 15.1.1849 und nachgefügtem Kodizill vom 10.10.1850, eröffnet am 22.01.1851 über seine Mutter resp. Witwe Dorothee Spangenberg, geb. Busse für 4.000,00 Taler Courant lt. Kaufvertrag vom 31.3.1853
1879: Alwine Günther, geb. Spangenberg, Ehefrau des Ökonomen Carl Günther, erbt von ihrem Vater Hermann Spangenberg lt. Erblegitimationsattest vom 17.4.1879; Eintrag 24.6.1879
1897: Adolph Sevin, Kautabakfabrikant in Nordhausen
1915: Marta Uhlenhut, geb. Sevin, Ehefrau des Fabrikanten Wilhelm Uhlenhut
1948: Vereinigte Thüringer Tabakfabrik
1954: Witwe Charlotte Struve, geb. Uhlenhut (geb. 11.3.1896), vermutlich im Erbgang
1961: Wolf-Dieter Uhlenhut (geb. 13.12.1936), Schiffsmakler in Hamburg, vermutlich im Erbgang. Dessen Erben Marita Uhlenhut, Uta-Andrea Uhlenhut und Hans-Ulrich Uhlenhut waren wohl nicht im Grundbuch eingetragen, erhielten aber den Kaufpreis von 1992.
1992: Kauf am 11. März für DM 180.000 durch Caroline und Andreas Lesser, München, von der Stadt Nordhausen mit Investititionsvorrangbescheinigung
2000: Schenkung an die Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung.