Reformatorenbank

Am 17. April 1921 wurde im Stadtpark (auf der Höhe des Parkschlosses) neben der Lutherlinde die Reformatorenbank in Erinnerung an den Reichstag zu Worms 1521, auf dem die Reichsacht über Luther verhängt worden war, eingeweiht. Sie trägt die Namen der drei Nordhäuser Vertreter der Reformbewegung des 16. Jahrhunderts: Michael Meyenburg, Johann Spangenberg und Justus Jonas. Diese Männer trugen wesentlich zur Durchsetzung der Reformation in Nordhausen bei.

Bereits 1917 wurde hier die sogenannte Luther-Linde gepflanzt. Errichtet wurde die Reformatorenbank von der evangelischen Kirchengemeinde. Nach über 80 Jahren war das Denkmal baufällig. Anlässlich des „Friedrich-Christian-Lesser-Jahres“ übergab am Morgen des 23. Juni 2004 Andreas Lesser im Namen seiner Mutter die neu erbaute Bank an Nordhausens Bürgermeister Klaus Wahlbuhl.

Frau Annelies Lesser, Mutter von Andreas Lesser, hatte die Errichtung der Bank mit einer 30.000-Euro-Spende möglich gemacht. „Mit der Spende wollten wir diesmal in Nordhausen den kirchlich-religiösen Bereich unterstützen“, sagte Lesser. Das Geld sei nicht ausschließlich für die Bank genutzt worden - der Rest der Summe wurde für die Ausstattung der Frauenbergkirche verwendet: für die Anschaffung eines Opferstockes, eines Gesangbuch-Wagens und die Renovierung des Lesser-Raumes. Steinmetz Roland Trocha aus Niedersachswerfen hat die neue Bank nach Plänen des Ingenieurs Peter Pohl gebaut.