Tabakspeicher und Museumsscheune

Im Hofgrundstück des Hauses Bäckerstraße 20 befindet sich der ehemalige Tabakspeicher. Die Firma „Walter & Sevin Tabak - und Zigarrenfabrik“, die Eigentümerin im 19. und Anfang des 20. Jahrhundert war, nutzte das Gebäude aus dem Jahre 1736 lange Zeit als Speicher. Seit der Restaurierung im Jahre 1994 zeigt das Gebäude auf 450 m² Ausstellungen zur Wirtschaftsgeschichte und Archäologie Nordhausens. Die daneben liegende Museumsscheune wurde aus altem Eichenholz einer Scheune in Kleinfurra nachgebildet und damit konnte die Ausstellungsfläche auf 1.150 m² ausgedehnt werden. Dokumentiert werden traditionelle Werkzeuge und Erzeugnisse (z. B. aus Schmiede, Blaudruckerei, Schneiderei, Bäckerei). Auf zwei Etagen werden Gegenstände ausgestellt, die bei den Ausgrabungen der vergangenen Jahre in Nordhausen gefunden wurden. Teilweise konnten auch Exponate aus dem Depot des Landesamtes für Archäologie in Weimar wieder nach Nordhausen zurückgebracht werden.

Das größte Spektrum der Ausstellung nehmen jedoch die wichtigsten Industriezweige der Stadt ein: Branntweinbrennerei, Kautabakfabrikation, Tapetenherstellung, Maschinenbau und Schachtbau sowie Kommunikationstechnik. Eine Besonderheit ist die Privatsammlung alter Kinotechnik im ersten Stock der Museumsscheune. Besonders die Erlebnisbereiche, wie die Fernmeldetechnik oder der historische Kinosaal, laden die Besucher ein, selbst aktiv zu werden. In den Sommermonaten werden auch standesamtliche Trauungen im Haus durchgeführt.

 

Tabakspeicher
Museum für Nordhäuser Handwerks-und
Industriegeschichte und Stadtarchäologie
Zweigstelle des Kunsthaus Meyenburg
Bäckerstraße 20
D-99734 Nordhausen
Telefon: 03631/98 27 37
Telefax: 03631/89 80 11

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag 11.00 - 17.00 Uhr
Montag geschlossen

Eintrittspreise:
Erwachsene 2,00 €
Ermäßigt 1,50 €
Kinder bis 16 Jahre frei

Verlagerung Triebwerk von Dora in die Museumsscheune

(2.500 €)